2021

Was machen eigentlich die Insekten im Winter? Während die Wildbiene bei uns im Boden, in einem Holzstamm oder Stängel als Vorpuppe, Imago oder seltener auch als Puppe überwintern, kann man gewisse Schmetterlingspuppen durchaus auch im Winter antreffen. Diese Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) trotzt der eisigen Kälte unter Schnee in meinem Garten und wartet darauf als Imago im kommenden Frühling zu schlüpfen. (Dezember 2021)
Die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) beeindruckt durch ihre Grösse. Sowohl die Männchen wie auch die Weibchen schlüpfen noch im gleichen Jahr und verlassen ihr Nest. Daher sind sie auch so spät im Jahr wieder zu sehen. Sie suchen sich dann einen Unterschlupf und paaren sich im Frühling des nächsten Jahres. Dann beginnen die Weibchen mit dem Bau neuer Nistplätze. Sie nagen Gänge in abgestorbenes Holz und legen die Eier in angefertigte Kammern zusammen mit dem Pollenproviant. Ich habe in meinem Garten selber ein Stück Holz und konnte der Blauen Holzbiene beim Bauen auch schon „zuhören“. Durch die beeindruckende Grösse können sie einem einen echten Schrecken einjagen. Sie sind aber harmlos und eher schreckhaft. Man muss behutsam vorgehen, wenn man sie von nahem betrachten möchte. (31. Oktober 2021)
Eine Schwalbenschwanzpuppe (Papilio machaon) an unserem Lavendel im Garten. (Oktober 2021)
Zu Hause in meinem Wildbienenkasten entedeckte ich diesen Zottigen Bienenkäfer (Trichodes alvearius). Oben der ausgewachsene Käfer und unten die Larve. Die Larven des Zottigen Bienenkäfers ernähren sich von Bienenlarven. Kein Wunder trifft man sie im Wildbienenkästen häufig an. Die Larve benötigt zwei Jahre, bis sie voll entwickelt sind. Der ausgewachsene Käfer wäre wohl im kommenden Frühling herausgekommen. (Oktober 2021)
Ein der letzten Wildbienen, die man im Jahr antreffen kann: Eine Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae). Auf dem Bild ist ein Männchen zu sehen, welches auf seine Chance wartet. Es sonnte sich auf dem Stein oberhalb eines Efeus bei Saint-Ursanne im Kanton Jura. (Oktober 2021)
Ein Tagpfauenauge (Inachis io), welcher sich auf unserer Terasse in der Sonne aufgewärmt hat. (Oktober 2021)
Eine Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon). (September 2021)
Eine Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) am Fenkel, den wir extra zu diesem Zweck länger stehen gelassen haben. Diese Raupen sind sehr spät unterwegs. Es handelt sich dabei um die zweite Generation. Zum Verpuppen nehme ich sie in meinen Schmetterlingskasten. Bevor sie sich verpuppen, häuten sie sich fünf mal. In dieser Zeit legen sie sehr schnell an Volumen zu. (September 2021)
Voller Freude entdeckten wir in unserem Garten eine Ringelnatter (Natrix natrix). Da ich in unserer Gegend noch nie auf eine Ringelnatter gestossen bin, interpretiere ich dies als gutes Zeichen für unseren Garten :-). Dieser scheint nicht nur Insekten anzuziehen, sondern auch Reptilien. Übrigens konnte ich auch schon Eidechsen im Garten beobachten. (August 2021)
Eine Blaue Mauerbiene (Osmia caerulscens) sonnt sich auf einem Stück Holz vor dem Haus. Bei diesem kühlen und regnerischen Wetter ist jeder Sonnestrahl für die Bienen willkommen. (August 2021)
Meine erste Hosenbiene (Dunkelfransige Hosenbiene, Dasypoda hirtipes, Bild oben und unten) entdeckte ich im Wallis (Zauberwald oberhalb von Ernen). Ich fand sie auf einem Geflecktem Ferkelkraut (Hypochaeris maculata). Hosenbienen ernähren sich oligolektisch von Blumen der Familie Asteracea (Korbblütler). Sie sind in der Schweiz nur noch selten anzutreffen und gelten als gefährtdet. Am häufigsten wird man sie allenfalls noch im Wallis oder dem Tessin vorfinden. (August 2021)
Die Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes), welche ich im Wallis fand, schien sehr schwach. Aus diesem Grund blieb sie lange ruhig auf dem Finger, hier von meiner Tochter, sitzen. Wildbienen haben zwar einen Stachel, werden diesen aber kaum gegen Menschen einsetzen. (August 2021)
Diese grossen Zottelbienen (Panurgus banksianus) entdeckte ich im Wallis auf einem Geflecktem Ferkelkraut (Hypochaeris maculata). Sie bevorzugen Korbblütler (Asteracea oder auch Compositae genannt). Aufgrund der wenig ausgeprägten Haaren auf den Hinterbeinen (genauer den Tarsen), schliesse ich darauf, dass es ich hier um Männchen handelt, die auf die Ankunft von Weibchen warten. Das Foto entstand im Zauberwald oberhalb Ernen im Wallis. Zottelbienen sind bei uns vor allem in den Bergen anzutreffen. (August 2021)
Diese Spinne wartet auf einer Blume auf ein Insekt. (fotografiert in Binn, Wallis, August 2021)
Bombus humilis und eine Megachile (hinten) am Lavendel. (Juni 2021)
Eine Veränderliche Hummel (Bumbus humilis, oben und unten). (Juni 2021)
Eine Blattschneiderbiene (allenfalls Sand-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella oder M. maritima), obwohl der Lavendel als Pollenquelle nicht angegeben wird) auf einem Lavendel. Deutlich zu erkennen ist die Bauchbürste, mit denen der Pollen transportiert wird. (Juni 2021)
Dieses Weibchen der Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) saugt gerade Nektar aus einem Lavendel. Die Garten-Wollbienen kann ich immer mal wieder am Lanvendel beobachten. Häufig sehe ich auch ein Männchen, das hier sein Revier verteidigt und andere Bienen mit dem Fortsatz am Hinterleib rammt und verscheucht (siehe unten). (Juni 2021)
Die Garten-Wollbienen (Anthidium manicatum, hier ein Männchen) ähneln mit ihrem Aussehen den Wespen. Ihr charakteristischer Flug macht sie im Feld aber nahezu unverwechselbar. Oft schweben sei wie Schwebefliegen vor den Blüten. (Juni 2021)
Eine Hainschwebefliege (Episyrphus balteatus) am Lavendel. Mit ihrer Mimikry täuscht sie mit ihrer auffälligen Farbzeichnung vor, eine Biene oder Wespe zu sein. Dabei sind Schwebefliegen harmlos. Sie haben keinen Stachel. (Juni 2021)
Nein, da war niemand mit dem Locher an meiner Buchenhecke. Die Löcher stammen von einer Blattschneiderbiene (siehe unten). (Juni 2021)
Eine Blattschneiderbiene (allenfalls Megachile nigriventris) beim Schneiden eines Buchenblattes. Mit den Blattstücken polstert sie ihr Nest aus. (Juni 2021)
Ein Rosenkäfer (Cetonia aurata) auf einer Margerite. (Juni 2021)
Neben den bekannten Mauerbienen leben auch noch weitere kleinere Bienen in den Wildbienenhäuschen. Hier wahrscheinlich eine Löcherbiene (Heriades truncorum) beim Anflug in ihr Nest. Gut zu erkennen ist die Bauchbürste, mit der der Pollen gesammelt wird. (Juni 2021)
Eine Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris). (Juni 2021)
Eine Kuckucksbiene der Gattung Kegelbiene (Coelioxys conica). Hier handelt es sich um ein Männchen. (Mai 2021)
Eine Gartenhummel (Bombuns hortorum) beim Besuch einer Wicke (Bild oben und unten). Mit ihrer langen Zunge erreicht sie den Nektar auch bei Blüten mit einem tiefen Kelch.
(Mai 2021)
An der Wicke (Vicia) konnte ich einige Männchen der Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) beobachten. Sie sind bereits geschlüpft und warten auf die Ankunft der Weibchen. Wie die Weibchen, welche den Pollen ausschliesschlich auf Fabaceae sammeln, scheinen auch die Männchen den Nektar dieser Pflanzenfamilie zu bevorzugen. Ich konnte noch keine Mai-Langhornbiene an einer anderen Pflanzenart beobachten. Die Wicke bietet deshalb für diese oligolektische Wildbienenart eine wichtige und unverzichtbare Nahrungsquelle. Ohne diese Pflanzen der Familie der Fabaceae könnte diese Bienenart nicht überleben. (Mai 2021)
Das Männchen der Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) im Flug. Mir ist aufgefallen, dass diese Männchen immer sehr knapp über dem Boden herumfliegen. Zudem lassen sie sich leicht stören und fliegen sofort weg, wenn man beim Fotografieren zu unvorsichtig ist. (Mai 2021)
Eine Ackerhummel (Bombus pascuorum) an einer Wicke (Vicia).
Eine Schwarzbürstige Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris) beim Besuch einer Wicke (Vicia). Blattschneiderbienen sammeln den Pollen an der Bauchbürste unten am Abdomen. Diese Blattschneiderbiene ernährst sich oligolektisch auf Fabaceae. (Mai 2021)
Vermutlich eine Furchenbiene (Halictus) auf einem verwelkten Löwenzahn. (Mai 2021)
Eine Königin der Hellen Erdhummel (Bombus lucorum) bei der Suche nach einem passenden Nistplatz. (April 2021)
Helle Erdhummel (Bombus lucorum) (April 2021)
Immer wieder ein beeindruckender Anblick: Xylocopa violacea
Dieses Exemplar habe ich bei Freunden im Garten an einem blühenden Rosmarin entdeckt. (April 2021)
In der nähe unseres Bienenstandes entdeckte ich diesen Wollschweber (Bombylius). Die Wollschweber gehören zu den Fliegen (Diptera). Mit ihrem langen Rüssel saugt sie den Nektar aus den Blüten ohne darauf abzusitzen. (April 2021)