Honigbienen

Ein Blick auf eine Wabe voller emsiger Honigbienen (Apis mellifera). (April 2022)
Einer unserer Bienenstände in Winterberg aus der Luft. (Juni 2021)

Winterruhe

Unsere Bienen halten unter einer dicken Schneeschicht die wohlverdiente Winterruhe, nach einem ertragreichen Honigjahr (Januar 2021).

Bienenkönigin

Diese Bienenkönigin stammt aus einem unserer Völker. Da sie zu dieser Jahreszeit ungenügend Brut bildetet, musste sie entfernt werden. Das Volk hat sonst kaum eine Chance zu überleben. Dem Volk wurde aus einem starken Nachbarvolk eine Brutwabe mit Eiern reingehängt, damit aus diesen eine neue Königin nachgezogen werden kann. (April 2020)

Bienenschwarm

Als wir heute auf den Bienenstand kamen, bot uns ein faszinierendes Bild: Aus einem Stock strömen die Bienen zum Schwärmen hinaus. Sie folgen der Königin zu einem nahegelegenen Tannenbaum und setzen sich dort nieder. Schnell bildet sich eine Traube um die Königin. Nun beginnt das Suchen nach einem neuen zu Hause. Die Kundschafterinnen (erfahrene Sammelbienen) fliegen aus und vermessen mögliche Behausungen. Finden sie etwas passendes, kommen sie zurück zur Schwarmtraube und tanzen. Je besser der Standort, desto intensiver wird getanzt. Weitere Kundschafterinnen fliegen nun dahin, um sich zu überzeugen. Sobald eine bestimmte Anzahl von Kundschafterinnen (Quorum) für den ausgewählten Standort tanzen, werden auch die übrigen Bienen in der Traube aktiviert und zum abfliegen vorbereitet. Der Schwarm hebt ab und wird von den Kundschafterinnen, welche den Standort bereits kennen, dorthin geführt. Im Buch „Bienendemokratie“ von Thomas D. Seeley erfahren Sie im Detail, wie diese Entscheidung abläuft. (Mai 2019)

Wie bei einem Lavastrom strömen die Bienen aus dem Stock. Zurückkehrende Sammlerinnen, die ihren Nektar und Pollen im Stock abliefern wollen, haben kaum noch eine Chance hineinzukommen.

Schwänzeltanz

Nach den kalten und regenreichen Tagen, war heute der Moment, um eine Schwarmkontrolle vorzunehmen und allenfalls Jungvölker zu bilden. Auf einer gezogenen Wabe konnte ich dabei den Schwänzeltanz beobachten. Die Biene tanzt dabei in der Form einer Acht. Die Richtung, in die die Biene den Tanz ausführt, gibt die Richtung im Abstand zur Sonne an. Sie „wedelt“ dabei ganz schnell mit ihrem Hinterteil (Abdomen). Die Zeitdauer des „Wedelns“ auf dieser Linie sagt etwas über die Distanz zur Nahrungsquelle aus. Dauert der Tanz ungefähr eine Sekunde, liegt die Nahrungsquelle ca. einen Kilometer entfernt. Die Bienen die den Tanz verfolgen, werden dann ebenfalls zur entsprechenden Nahrungsquelle ausfliegen. Ist die Quelle sehr ausgiebig, werden sie mit frischem Nektar zurückkehren und ebenfalls tanzen. (Mai 2019)

Die Arbeiterin im Zentrum führt den Schwänzeltanz aus. Einige Arbeiterinnen folgen ihr dabei und werden dann später selber zur entsprechenden Nahrungsquelle fliegen.

Aufstocken für mehr Raum im Volk

Das warme Wetter lockt die Bienen wieder nach draussen zu den Nahrungsquellen. Zudem nimmt die Zahl der Honigbienen im Volk stetig zu. Zeit also für den Imker den Bienen mehr Raum zu geben. Eine Zusätzlich Zarge wird aufgesetzt. (März 2019)

Beim Kontrollieren entdecken wir in einem Volk die Königin, welche von Begleitbienen umgeben ist. 
Ein Volk über den Dächern von Winterberg.

Die Zeit der Bienen und des Imkers hat begonnen

Beim Eingang des Bienenstockes herrscht fleissiger Betrieb. Sammlerinnen machen sich zum Abflug bereit und heimkehrende Sammlerinnen verschwinden mit ihrer wertvollen Ladung schnell im Kasten.

Die warmen Tage haben die Bienenvölker wieder zum Leben erweckt. Somit beginnt auch die Arbeit des Imkers. Die Völker müssen kontrolliert werden. Wie steht es um die Gesundheit? Wie viele Verluste sind zu beklagen?

Zum Glück machen alle Völker auf unseren drei Ständen einen guten Eindruck. Es gibt ein paar wenige schwache Völker, die es zu beobachten gilt, aber die meisten sind stark und scheinen gesund zu sein. Als erstes gilt es Drohnenwaben einzusetzen. Die Bienen werden diesen leeren Rahmen ausbauen und die Königin wird die Zellen des Rahmens dann mit unbefruchteten Eiern, aus denen die Drohnenlarven schlüpfen, bestiften. (Februar 2019)

Eine Brutzelle wird kontrolliert. Die Larven in den Zellen geben einen Hinweis darauf, ob das Volk gesund ist.
Der Blick von Oben auf die Waben erlaubt einen schnellen Überblick über das Volk und dessen Stärke.


Winterruhe

Na ja, von Winterruhe kann bei diesem warmen Wetter im Moment noch keine Rede sein. Die Bienen fliegen noch fleissig vor den Magazinen herum.

Nach dem nun aber der Honig in die Gläser abgefüllt, die Varroabehandlung durchgeführt, das Material wieder sauber verstaut und der letzte Wachs zu Blöcken eingeschmelzt wurde, kann sich wenigstens der Imker in die Winterruhe begeben. Ein bisschen Sorgen bereitet das warme Wetter aber schon. Die Winterbienen, die der Königin über den Winter helfen, den Stock warm halten und im Frühling dann die Aufzucht der ersten Sommerbienen übernehmen, kommen nicht zur Ruhe. Fraglich ist auch, ob die Königin bei diesem Wetter schon die Eierproduktion eingestellt hat. Wie die Bienenvölker mit diesen Umständen zurechtkommen, wird sich im Frühling bei der Völkerkontrolle zeigen. (November 2018)

Abgefüllter Frühlings- und Sommerhonig bereit zum Verkauf.         ____________________________________________________________________________________
Anflug auf den Bienenstock.

Völkerkontrolle

Der Frühlingshonig ist geschleudert und in den Kesseln bereit zum Abfüllen in die Gläser. Die schönen Tage bieten Gelegenheit um die Völker zu kontrollieren. Ich kontrolliere, ob die Völker bei guter Gesundheit sind. Dazu begutachte ich die Larven in der Brut. Ich schaue mir vor allem die Jungvölker an. Sobald ich Eier in den Zellen entdecke, ist es für mich ein Zeichen, dass eine gesunde Königin vorhanden ist. Zu meiner Zufriedenheit haben sich die Völker an diesem Stand gut entwickelt. Auch die Ableger haben sich gut entwickelt. Bei einem Volk kann ich sogar die Königin entdecken. Flink krabbelt sie über die Waben und sucht sich die nächste leere Zelle, in der sie ein befruchtetes Ei legen kann, aus der sich eine Arbeiterin entwickelt. (Juni 2018)

Eine schöne Wabe voller geschlossenen Brutzellen, aus denen in den nächsten Tagen Arbeiterinnen schlüpfen.